Schutz und Fürsorge
Deutscher Evangelischer Kirchentag
Der Kirchentag ist ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und des Vertrauens. Damit dies auch weiterhin so bleibt, gilt das Schutz- und Fürsorgekonzept.
+49 661 96648-099
Wenn Sie selbst betroffen sind oder etwas beobachten, können Sie sich jederzeit an unsere 24/7-Hotline wenden.
Die Hotline ist vom 5.bis 9. Mai 2027 rund um die Uhr erreichbar – vertraulich, respektvoll und mit geschultem Personal.
Schutzräume
Schutzorte sind Rückzugsorte für eine Pause oder das Gespräch mit einer Ansprechperson. Sie stehen jedem zur Verfügung.
Zu finden sind Sie im Zentrum Kinder und Familien und im Zentrum Junge Menschen.
Über das Schutz- und Fürsorgekonzept
Mit seinem Schutz- und Fürsorgekonzept veröffentlicht der Deutsche Evangelische Kirchentag Strategien zur Prävention von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt. Wir machen hiermit darauf aufmerksam, dass in diesem Konzept Diskriminierung und Gewalt dargestellt werden. Dies geschieht durch Reproduktion diskriminierender Verhältnisse sowie Beschreibungen von Übergriffen. Mit der Verwendung einer möglichst gendergerechten Sprache soll auf die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten aufmerksam gemacht werden Der Deutscher Evangelische Kirchentag wird ein sicherer Raum, wenn alle Beteiligten auf dieses Thema achten und es sich zu eigen machen.
Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag sollen alle Menschen…
- gerecht behandelt werden. Niemand hat das Recht, zu drohen oder Angst zu machen. Egal, ob mit Blicken, Worten, Bildern oder Taten. Niemand darf erpresst, ausgegrenzt, abwertend behandelt oder geschlagen werden.
- selbst bestimmen, wann, wo und von wem sie fotografiert oder gefilmt werden.
- selbst bestimmen, wie nahe sie jemandem wann, wie und wo kommen. Niemand darf gegen den eigenen Willen berührt, massiert, gestreichelt oder geküsst werden. Oder gedrängt werden, dies mit jemand anderem zu tun.
- das Recht haben „NEIN“ zu sagen und sich zu wehren, wenn jemand ihre Gefühle oder die von anderen verletzt. „NEIN“ sagen gilt mit Blicken, Worten oder durch Körperhaltung.
- nicht mitmachen, wenn ihnen etwas Angst macht, sie etwas eklig finden oder sie sich unwohl dabei fühlen.
- Unterstützung bei anderen holen. Wenn sich jemand unwohl fühlt oder es jemandem schlecht geht, ist Hilfe holen wichtig!
In diesem Konzept werden verschiedene Aspekte thematisiert, die bei Menschen mit Diskriminierungs- und/oder Gewalterfahrungen psychischen Stress und belastende Erinnerungen auslösen können:
- Im Konzept werden (gewaltvolle) Übergriffe beschrieben.
- Im Konzept wird über die Vulnerabilität von Menschengruppen gesprochen ohne eine explizite Darstellung ihrer Diversität.
- Im Konzept wird nicht auf non-binäre Geschlechtsidentitäten eingegangen.
Falls Sie für sich persönlich ein entsprechendes Risiko nicht ausschließen können, bitten wir darum das Schutzkonzept nicht alleine zu lesen. Holen Sie sich, insbesondere in akuten Fällen, Hilfe.
Schutz und Fürsorge beim Deutschen Evangelischen Kirchentag
Gemeinsam Verantwortung übernehmen – für einen Kirchentag, an dem sich alle Menschen sicher und respektiert fühlen können
Der Deutsche Evangelische Kirchentag bringt alle zwei Jahre viele tausend Menschen zusammen. Er ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft. Damit sich alle Menschen willkommen und geschützt fühlen können, setzt sich der Kirchentag aktiv mit der Prävention sexualisierter Gewalt und Belästigung auseinander.
Sexualisierte Gewalt und Belästigung können überall vorkommen – auch bei Großveranstaltungen und in kirchlichen Zusammenhängen. Deshalb gehört es zur Verantwortung des Kirchentages, Risiken frühzeitig zu erkennen, Grenzverletzungen entgegenzuwirken und betroffene Personen bestmöglich zu unterstützen.
Von gemeinsamer Verantwortung zu verbindlichen Strukturen
Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat seine Arbeit zu Schutz und Fürsorge systematisch weiterentwickelt. Die fachliche Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt, die Einbindung verschiedener Verantwortungsbereiche und die Entwicklung verbindlicher Handlungsgrundlagen bilden wichtige Bausteine dieses Prozesses. Ein Ausschuss für Schutz und Fürsorge begleitet die Arbeit.
Mit dem Schutz- und Fürsorgekonzept hat der Kirchentag einen verbindlichen Handlungsrahmen geschaffen. Es beschreibt, wie sexualisierter Gewalt und Belästigung vorgebeugt werden soll und wie bei entsprechenden Meldungen vorzugehen ist. Dabei stehen die Bedürfnisse und der Schutz betroffener Personen im Mittelpunkt.
Die Erfahrungen aus vergangenen Kirchentagen fließen in die Weiterentwicklung ein. Ziel ist es, Zuständigkeiten und Abläufe klar zu regeln, Wissen zu vermitteln und eine Kultur zu fördern, in der persönliche Grenzen geachtet, Hinweise ernst genommen und Menschen nicht allein gelassen werden.
Schutz und Fürsorge beim Kirchentag 2027 in Düsseldorf
Für den 40. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf wird das Schutz- und Fürsorgekonzept weiterentwickelt und umgesetzt. Es wird an die besonderen Bedingungen der Großveranstaltung angepasst. Dazu gehören verschiedene miteinander verbundene Maßnahmen:
- Informieren und sensibilisieren: Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende sowie Personen mit besonderen Verantwortungsbereichen werden für Schutz und Fürsorge sensibilisiert und entsprechend ihrer Aufgaben geschult.
- Ansprechbar sein: Eine zentrale Hotline soll während der Kirchentagswoche rund um die Uhr erreichbar sein. Menschen können sich dort melden, wenn sie selbst einen Übergriff oder eine unangenehme Situation erlebt oder beobachtet haben.
- Unterstützung vor Ort ermöglichen: Schutzräume und Ansprechpersonen bieten Möglichkeiten für Rückzug, Orientierung und vertrauliche Gespräche. Auch bei ausgewählten Veranstaltungen werden Ansprechpersonen eingeplant.
- Verbindlich handeln: Für eingehende Meldungen gibt es geregelte Abläufe. Ein Interventionsteam übernimmt die weitere Bearbeitung und stimmt notwendige Schritte ab.
- Sichere Rahmenbedingungen schaffen: Auch die Planung von Gemeinschaftsunterkünften, die Qualifizierung verantwortlicher Personen und die Information über Verhaltensregeln gehören zur Präventionsarbeit.
Die Umsetzung lebt nicht allein von Konzepten und Zuständigkeiten. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten aufmerksam sind, Grenzen respektieren und Verantwortung übernehmen.
Schutz und Fürsorge geht uns alle an
Ein sicherer Kirchentag entsteht durch gemeinsames Handeln. Jede Person hat das Recht, respektvoll behandelt zu werden, selbst über Nähe und Distanz zu bestimmen und Unterstützung zu erhalten, wenn Grenzen verletzt werden. Niemand muss unangenehme Situationen hinnehmen oder mit belastenden Erfahrungen allein bleiben.
Wir möchten dazu beitragen, dass sexualisierte Gewalt und Belästigung keinen Raum bekommen, Meldungen ernst genommen werden und betroffene Personen verlässlich Unterstützung finden.
Sie haben Fragen oder möchten sich zum Thema Schutz und Fürsorge austauschen? Wir freuen uns über Ihre Nachricht an schutz@kirchentag.de.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Schutz- und Fürsorgekonzept.
Rückmeldungen
Personen, die auf dem Kirchentag von sexualisierter Gewalt betroffen sind, können sich anonym per Formsumfrage melden und Rückmeldungen zu unserem Schutz- und Fürsorgekonzept geben. Ihre Rückmeldungen sind sehr wertvoll und helfen, das Konzept weiterzuentwickeln und den Kirchentag noch sicherer zu gestalten.
Kontakt
Steuerungsgruppe*
E-Mail: schutz@kirchentag.de
*Die Steuerungsgruppe Schutz und Fürsorge besteht aktuell aus 4 Hauptamtlichen Mitarbeitenden. Die Aufgabe der Steuerungsgruppe ist das Weiterentwickeln und Implementieren des Schutz und Fürsorgekonzeptes. Sie besteht aktuell aus folgenden Personen:
- Martina Wienröder, Präventionsmanagerin
- Christina Lotz, Abteilung Programm
- Anna-Maria Erlinghäuser, Abteilung Quartiere
- Carolin Dominka, Abteilung Helfendendienste
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Beratungsangebot für Frauen
Telefon: 0800 0116016
https://www.hilfetelefon.de
Beratungsstelle gewaltfreileben
Beratungsangebot für Trans* und queere Menschen
Telefon: 069 43005233
beratung@broken-rainbow.de
Hilfetelefon Gewalt an Männern
Beratungsangebot für Männer
Telefon: 0800 1239900
beratung@maennerhilfetelefon.de